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OKF-Tool: Ihr eigenes Open Knowledge Format erstellen, lesen und befragen

OKF v0.2 als Lab-Experiment · Stand August 2026

Google veröffentlicht das Open Knowledge Format im Knowledge-Catalog-Repository als offenes, anbieterneutrales Dateiformat. Im geprüften Stand vom 15. August 2026 trägt die Spezifikation die Version 0.2. Technisch ist es ein Verzeichnis aus Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter, deren Konzepte sich zu einem Graphen verlinken.

Die Beispiele im Google-Repository binden unter anderem BigQuery ein. Mein Tool setzt früher an: bei Anwendern, die ein Dateibündel ohne diese Infrastruktur anlegen, prüfen und befragen wollen.

Genau da setzt mein Lab-Experiment an. Das Tool macht OKF nutzbar, ohne dass Sie Markdown und YAML von Hand schreiben. Einmal hochladen, dann strukturieren, als Graph sehen und befragen.

Anlegen und strukturieren – Concept Library

Sie laden ein Bündel als .zip, .md oder .json im Format OKF v0.2 hoch. Der Parser liest die Konzepte samt Frontmatter aus, also Titel, Beschreibungen, Tags und Fließtext. Jedes Konzept bleibt eine Datei, so wie es die Spec vorsieht, und Sie bearbeiten es an Ort und Stelle.

Sehen und verstehen – Wissensgraph

Die Konzepte verlinken sich über normale Markdown-Links, damit wird Ihr Bündel zum Graphen. Eine kräftebasierte Ansicht zeigt, wie Themen zusammenhängen und wo die Verbindungen laufen. Sie zeigt auch die Lücken, also die Links, die Sie erwarten, aber noch nicht haben. Ein Klick auf einen Knoten öffnet das Konzept dahinter.

Fragen und Antworten – RAG-Chat

Sie fragen in normaler Sprache quer durch Ihr gesamtes OKF. Der Chat ist angewiesen, nur das hochgeladene Bündel zu verwenden, und zeigt die zugehörigen Quellkonzepte. Das macht Antworten prüfbar, schließt unbelegte Modellausgaben aber nicht aus. Im Stand August 2026 nutzt das Experiment Gemini 2.5 Flash.

Warum OKF

Google hat OKF als Dateiformat veröffentlicht, nicht als fertige Plattform. Die Markdown- und YAML-Dateien lassen sich in der Versionskontrolle neben dem Code halten und ohne proprietären Editor lesen. Mein aktueller Chat ist trotzdem nicht anbieterneutral: Er nutzt Gemini 2.5 Flash.

Wer schon mit llms.txt, Obsidian oder AGENTS.md und CLAUDE.md arbeitet, kennt das Muster. OKF ist eine mögliche gemeinsame Form für solche dateibasierten Wissensbestände. Wer sich mit Context Engineering beschäftigt, baut hier die Wissensbasis, aus der ein Agent seinen Kontext zieht.

Die Spec zum Nachlesen: Open Knowledge Format auf GitHub.

Für wen

Für Entwickler, die ihren KI-Agenten portablen Kontext geben. Für Data- und Research-Teams, die Wissen aus einem einzelnen Katalog in lesbare Dateien überführen wollen. Und für alle, die Modellantworten auf eine sichtbare Wissensbasis zurückführen möchten.

Stand und Grenzen

OKF selbst steht bei Version 0.2, der Standard entwickelt sich noch. Mein Tool ist ein Experiment und wächst mit. Der Chat hängt aktuell an Gemini 2.5 Flash, die Antwortqualität steht und fällt also mit dem Modell und mit der Sauberkeit Ihrer Uploads. Ich baue das für den eigenen Gebrauch und öffne es schrittweise. Rückmeldung ist mir willkommen.

Kontakt

Sie wollen das OKF-Tool ausprobieren oder haben eine Idee dazu? Schreiben Sie mir.